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Bergamt Mecklenburg-Vorpommern



Kiese und Sande

Rohstoffgewinnung mittels Radladertechnik (Quelle: Bergamt Stralsund)
Rohstoffgewinnung mittels Radladertechnik (Quelle: Bergamt Stralsund)

Der Begriff Kies, abgeleitet vom mittelhochdeutschen kis = grobkörniger steiniger Sand, bezeichnet ein in Mecklenburg-Vorpommern weitverbreitetes Sediment. Nach der letzten Eiszeit entstanden die Lagerstätten beim Zurückweichen des Eises. Größere Steine werden Gerölle oder Geschiebe genannt (unrunde oder scharfkantige Formen heißen hingegen Schutt). Da Kies im Gegensatz zum Humus keine für Pflanzen nahrhaften Stoffe enthält und Wasser durch ihn hindurch gut abläuft, wird er nur spärlich bewachsen.

Aufgrund der letzten Eigenschaft wird Kies häufig für die Drainage von feuchtem Untergrund verwendet. Die wichtigste wirtschaftliche Nutzung von Kies ist aber die in der Bauwirtschaft, zum Beispiel als Füllmaterial für Dämme, auf denen Eisenbahnen oder Straßen verlaufen, oder als Rohstoff für die Herstellung von Beton.

Kies wird in Geologie und Geotechnik nach Größenklassen bzw. Korngrößen unterschieden und vor Verwendung im Bauwesen meist auch danach sortiert. Sand ist durch die physikalische und chemische Verwitterung anderer Gesteine entstanden. Ursprüngliches Ausgangsmaterial waren magmatische und metamorphe Gesteine, aus denen typischerweise die Kristalle der mineralischen Bestandteile herausgelöst wurden. Durch die Schwerkraft, durch Wind und Wasser wurden die Körner insbesondere während der letzten Eiszeit transportiert und dabei sowohl durchmischt als auch sortiert.

Im durchmischten Zustand spricht man von Kiessanden. Diese Bodenschätze bilden den Hauptteil der in Mecklenburg-Vorpommern geförderten Rohstoffe. Die Lagerstätten sind ortsgebunden. Die Förderung von Kies-, Spezial- und Quarzsanden als wichtigsten Massenrohstoff erfolgt im oberirdischen Tagebaubetrieb; eine Gewinnung in / an Flussbereichen wird nicht praktiziert.

Die gewonnenen Rohstoffe werden größtenteils in der Bauwirtschaft des Landes verarbeitet. Die in den westlichen Landkreisen gewonnenen Bodenschätze werden teilweise auch in den Großraum Hamburg geliefert.

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