Schacht: Friedrich-Franz
Teufzeit: 1895-1905 (452 m)
Tieferteufen: 1907 (518 m) und 1911-1913 (618 m)
Förderung: 11.12.1905-08.12.1916 (ersoffen)
Grubengebäude: 320.000 m³
Verwahrung:1980 erfolgte eine Teilverfüllung von 430 m bis über Tage
Mit dem Abteufen wurde am 23.12.1895 auf der ca. 15 m unter Gelände befindlichen Sohle des Gipsbruches begonnen. Die Förderung der Kalisalze begann am 11.12.1905 und endete infolge des Absaufens des Grubengebäudes am 08.12.1916. Um ein vollständiges Absaufen des Grubengebäudes zu verhindern, wurde am 14.10.1916 eine Betonabdichtung im Schacht vorgenommen (Teufe 384 – 410 m). Alle Versuche, die Laugenzuflüsse zu unterbinden, schlugen fehl. In der Nacht vom 08. zum 09.12.1916 wurde ein Gebirgsschlag registriert, der das Ende der Bergbautätigkeit am Standort Lübtheen bedeutete. Neben Bodenbewegungen wurde auch das Absinken des Grundwassers bis 2 m beobachtet. Im Schachtbereich traten Bodenbewegungen hauptsächlich über dem ehemaligen Gipsbruch und an dessen Rändern auf (Erdfälle/Tagesbrüche bis 2m Tiefe). Am Zechenhaus, an der Mühle, am Fördermaschinen- und am Kesselhaus wurden Gebäudeschäden registriert .Der Schacht wurde vom 04.09.1980 bis 20.11.1980 verwahrt. Auf den o.g. Betonverschluss im Schacht wurden Zementsperren und Braunkohlenfilteraschensuspensionen eingebracht. Den Übertageabschluss bildet eine 1,5 m dicke Zementsperre.