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Markscheidewesen

Das Markscheidewesen ist eine alte Spezialdisziplin des Bergbaues. Die Berufsbezeichnung „Markscheider" wird abgeleitet aus dem deutschen Wort „Mark“ (Grundeigentum; Grenze) und dem lateinischen Begriff „scindere“ (Scheider i.S.v. trennen, abgrenzen).

Ursprünglich bestand die Tätigkeit des Markscheiders in der Festlegung der Grenzen der Bergbauberechtigungen (Markscheiden), der Vermessung der bergbaulichen Auffahrungen und dessen Dokumentation. Zu diesen, bis heute geltenden, Grundaufgaben sind in den letzten Jahrzehnten neue Tätigkeitsbereiche hinzugekommen. Besondere Bedeutung hat dabei die Ermittlung der Auswirkungen des Bergbaues auf die Umwelt.

Zu den markscheiderischen Aufgaben im Dezernat gehören:

  • die Führung des Berechtsamsbuches und der Berechtsamskarte im Zusammenhang mit der Beantragung und Erteilung bzw. Verleihung von Bergbauberechtigungen bergfreier Bodenschätze sowie die Dokumentation grundeigener Gewinnungsberechtigungen (Berechtsamswesen)
  • die Anerkennung der Markscheider und anderer Personen
  • die Aufsicht über die Markscheider und über die Ausführung der markscheiderischen Arbeiten
  • die Prüfung und Aufbewahrung eingereichter Grubenbilder sowie sonstiger Unterlagen wie Risse, Karten und Pläne (Risswerk)
  • die Prüfung der Feldes- und Förderabgaben
  • die Führung eines bergbehördlichen Informationssystems
  • das Erteilen von Berechtsamsauskünften sowie die Erteilung bergbaulicher Stellungnahmen
  • die Überwachung des Altbergbaus

Markscheider und andere anerkannte Personen

Das für die Bergbaubetriebe vorgeschriebene Risswerk ist von einem im Land Mecklenburg-Vorpommern anerkannten Markscheider oder einer anderen als fachkundig anerkannten Person anzufertigen und nachzutragen. Anerkannte Markscheider sind berechtigt, in Mecklenburg-Vorpommern markscheiderische Arbeiten auszuführen.

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Berechtsamswesen

In § 3 BBerggG werden die bergfreien und grundeigenen Bodenschätze, deren Gewinnung dem Bergrecht unterstehen, benannt. Bodenschätze sind mit Ausnahme von Wasser alle mineralischen Rohstoffe in festem oder flüssigen Zustand und Gase, die in natürlichen Ablagerungen oder Ansammlungen (Lagerstätten) in oder auf der Erde, auf dem Meeresgrund, im Meeresuntergrund oder im Meerwasser vorkommen.

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Riss- und Kartenwesen

Im Rissarchiv des Bergamtes werden sämtliche Risse, Karten und Pläne aufbewahrt.

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Bergbehördliches Informationssystem (BIS)

Alle anfallenden Datenmengen werden in einem lokalen Netz verwaltet und den Mitar-beitern unter Berücksichtigung des Datenschutzes und der zur Verfügung gestellt. Die Ablage und Bereitstellung der Daten erfolgt zentral durch Netzwerkserver.

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