Kreide ist ein Sedimentgestein, es handelt sich dabei um eine weichere, weniger verfestigte Form von weißem oder hellgrauem Kalk. Chemisch besteht Kreide aus Calciumcarbonat. Das natürliche Weißpigment wird durch Mahlen des Sedimentgesteins gewonnen und wird je nach Herkunft unterschiedlich benannt (in Mecklenburg-Vorpommern: Rügener Kreide).
Kreide wird ausschließlich auf der Insel Rügen aus dem Tagebau Promoisel, mittels Löffelbagger und mobilen Bandwagen gewonnen. Die Verarbeitung erfolgt direkt im nahe gelegenen Kreidewerk. Dieses steht unter Bergaufsicht. Die Kapazität des mit ca. 33 Mio. € technologisch komplett erneuerten Werkes liegt bei ca. 400.000 t Trockenproduktion im Jahr. Ein großer Anteil der Kreide wird im Kraftwerk Jänschwalde zur Rauchgasentschwefelung eingesetzt.
Die Förderung im Tagebau Wittenfelde ist eingestellt worden. Das Restloch soll in den angrenzen-den Nationalpark
eingegliedert werden. Für den Aufschluss der Kreide am Standort Gold-berg/Lancken-Dubnitz wird derzeit ein
bergrechtliches Planfeststellungsverfahren durchgeführt.
Die Kalklagerstätte Löcknitz im Landkreis Uecker-Randow ist unverritzt. Das nachfolgende Bild zeigt eine Stufe der
Kreidegewinnung im Tagebau Promoisel.